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10 Jahre Lehren und Schreiben. 10 Jahre Glück.

Jubiläum: 10 Jahre Unternehmer in der beruflichen Weiterbildung | Von Sascha Akmann | 04.03.21

Früher wollte ich unbedingt Lego-Architekt und Rutschbahn-Tester werden. Gegenwärtig haben Online-Lachyoga-Coaches bestimmt viel zu tun.

So. Habe ich Ihre Aufmerksamkeit?

Ich frage, weil auch dieser Artikel nicht ganz ohne dieses Corona-Ding auskommt. Alle sind coronamüde, auch Seminarteilnehmer. Und 10 Jahre Glück? Wie soll das funktionieren? Doch vielleicht lohnt es sich gerade jetzt meiner Einladung zu folgen, die Weiterbildungswelt 10 Minuten durch die Jubiläumsbrille zu betrachten.

Ich lebe seit über 10 Jahren vom Lehren und Schreiben. Jemand hat mal gesagt, ich sei ein Vollblutdozent. Wie die meisten Dozenten, habe auch ich nebenberuflich begonnen. Einfach aus Spaß an der Lehre. Als ich am 05.03.2011 mit dem Gründungszuschuss unter’m Arm losrannte, um mit Bildung meine Brötchen zu verdienen, war ich mir meiner Sache ziemlich sicher. Denn seit 2002 durfte ich Erfahrungen sammeln. Nächstes Jahr kann ich auf 20 Jahre als Dozent in drei Marktsegmenten zurückblicken: Sport-, Fitness- und besonders Medizinwirtschaft.

Bildung ist heute auch Business. Bildungsbusiness ist Teil der beiden Megatrends Wissenskultur und Neues Lernen. In den letzten 15 Jahren ist dort viel passiert. Mehr Bildungsanbieter, größere Vielfalt, Akademisierung und vor allem ein höheres Tempo. Wo meine heutige Berufswelt, die Welt der beruflichen Bildung anfängt und aufhört, hängt davon ab, wen man fragt. Einige behaupten, die klassische Erst- oder Berufsausbildung sei ein Auslaufmodell. Als Dozent habe ich vor einigen Jahren bewusst nur einen Job in der Kategorie Berufschullehrer zugesagt. Die Arbeitswelt ist heute jedenfalls eine hochdynamische Angelegenheit.

Als Selbständiger nutze ich den heutigen Wandel von der Ausbildungs- in die Weiterbildungsgesellschaft. Ich switche bewusst zwischen beruflicher und akademischer Qualifizierungswelt. Weil diese Abwechslung motiviert. Kurz drei Beispiele. Woche A: Eine kompakte Trainerlizenz-Fortbildung stringent leiten. Woche B: Teil eines Lehrteams sein dürfen und angehende Fachwirte in einer IHK-Weiterbildung auf DQR-Level 6 über Monate auf Führungspositionen im Gesundheitswesen vorbereiten. Wenn beispielsweise der Gesundheitsfonds oder DRGs auf der Agenda stehen, ist das für die Teilnehmer durchaus eine Herausforderung. Fachautorentätigkeit in Woche C: Entwicklung eines WBTs für eine Universität. Oder ein ZFU-Projekt fertigstellen. Schon spannend.

Dozent sein. Der beste Beruf der Welt in einer Weiterbildungsgesellschaft.

Bildungsbusiness wird digitaler, unabhängiger von Ort & Zeit. Fernunterricht hat durch Corona einen ordentlichen Schub erhalten, reine E-Learning-Bildungsdienstleister profitieren besonders stark. Die großen Anbieter hatten aber schon vor Corona eher wenig Spielräume. Rechtliche und curriculare Auflagen, feste Kooperations- und Fördervereinbarungen und natürlich der Marktpreis bestimmen heute das Bildungsbusiness. Die Akademisierung ist besonders interessant. Zunehmend mehr Erwachsene verknüpfen heute mit dem Begriff Weiterbildung nicht nur eine kurze Fortbildung, sondern wollen darüber hinaus als Studierende einen Hochschulabschluss erwerben.

Wissen veraltet heute schnell. Wer heute nicht schnell lernt, verliert schnell den Anschluss. Früher habe ich solche Sätze nur gelesen. Heute spreche ich darüber mit Seminarteilnehmern, höre von den Problemen dahinter, etwa bei bestimmten Arbeitsabläufen in Betrieben. Ich meine hier nicht nur das ältere Semester. Teilnehmer berichten mir auch, dass Arbeitgeber die Fortbildungen ihrer Mitarbeiter eher selten tragen oder bezuschussen. Oder stärker an Bedingungen knüpfen.

Ich arbeite schlicht und einfach gern als freie Lehrkraft und Fachautor in der außerschulischen Erwachsenenbildung. Als Unternehmer gibt es für mich keinen Grund zur Sorge. Mein Geschäftsmodell funktioniert weiterhin gut, weil es einfach ist und ausreichend Flexibilität bietet. Dozent und gleichzeitig Autor sein – das kommt bei meinen Kunden an. Folgeaufträge ergeben sich auch deshalb oft von selbst. Dass einige Dozentenjobs reiseintensiv sind, stört mich fast nie. Ich bin gern unterwegs, lerne gerne Land & Leute kennen, falls die Zeit es zulässt. Im Auftrag für Universitäten, privatwirtschaftliche Anbieter und Fernschulen arbeite ich gern – in Form von Präsenz- und Fernunterricht, Seminaren und der Entwicklung von Lernmaterialien. Loyalität gegenüber dem Auftraggeber ist mir dabei übrigens sehr wichtig. Zum Glück kann ich mir Aufträge heute zeitlich stressarm und vor allem mit Freude am Thema einteilen. So fällt es leicht, motiviert zu bleiben. Freiberuflicher Dozent – für mich heute tatsächlich der beste Beruf der Welt.

Zwar sind in Zeiten einer Naturkatastrophe, der COVID-19-Pandemie, Berufszufriedenheit oder Unwörter wie  „systemrelevant“ besonders heikel. Doch sachlich betrachtet, schwirren in der personalintensiven Gesundheitswirtschaft schon heute vermutlich weit mehr als 500 Berufsbezeichnungen herum. Seit Jahren betonen sowohl Politiker als auch Unternehmer den Fachkräftemangel und einen großen Qualifizierungs- und Weiterbildungsbedarf. Gleichzeitig steigen einige Menschen aus dieser Welt aus und orientieren sich lieber neu. Im Lehralltag habe ich es deshalb mit sehr unterschiedlichen Gruppen und Sichtweisen zu tun. Das fand ich immer schon erfrischend. Heute als Dozent, früher als Angestellter. Als Angestellter werde ich übrigens nie vergessen, wie unerwartet schnell es mir in der Gesundheitswirtschaft möglich war, einen Bundesgesundheitsminister als Redner für einen Kongress zu buchen. Sofern man gut vernetzt ist.

Doch am Ende des Tages sind es die kleinen Dinge, auf die es ankommt. Bei mir bleiben bewegende Geschichten, tolle Geschäftsideen oder bestimmte Biographien von Seminarteilnehmern hängen. Erzählt von spannenden Menschen. Ich betrachte das heute als Sekundenglück. Wenn ich mir klar mache, dass ich geschätzt bald über 15.000 Menschen unterrichtet oder fortgebildet haben werde, macht mich das sehr dankbar. Und durchaus demütig. Weil ich heute noch besser verstehe, was die Abkürzung LLL alles bedeutet (lebenslanges Lernen). Und zwar nicht bildungspolitisch, sondern zur Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit. Auch wer lehrt, kann viel über sich selbst lernen. Heute sind Lehrziele und handlungsorientierter Unterricht für mich deshalb keine Worthülsen oder Nebelkerzen, sondern Aufgaben und Leidenschaft. Heute? Ja, erst seit heute. Denn offen gesagt konnte ich im ersten Studium mit Pädagogik nicht viel anfangen.

Sicherlich kennen Sie diesen Kalenderspruch: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Durch die Lehrerbrille fällt mir dazu das Thema gewaltfreie Kommunikation ein. Ich habe gelernt, dass Menschen keine Stressoren sind, wenn sie respektvoll und wertschätzend behandelt werden. Okay, eine gewisse Gelassenheit vorausgesetzt. Doch das ist trainierbar. Unterricht ist gutes Training. Zu wissen, dass es sich bei Kunden, Seminarteilnehmern und Studenten bloß um Rollen handelt, das ist die eine Sache. Aber es ist etwas ganz anderes, über die Jahre die Überzeugung zu entwickeln, das sich hinter Rollen interessante und schöne Dinge verstecken können – interessante Menschen und persönliche Wünsche.

Dozent und Lehrer sein hat für mich also tatsächlich etwas Sinnstiftendes. Klicken Sie mal kurz rein (Wikipedia): Care work.

Rückblick: Nichts falsch gemacht?

Dass der Alltag der meisten Selbständigen, oder der Lehrerberuf an sich, nicht nur stressig ist, sondern sogar krank macht – das halte ich schon lange für einen Mythos. Zumindest größtenteils. Selbständigkeit war und ist für mich eine erfüllende Lebens- und Arbeitsphilosophie, bei der es um Selbstbestimmung geht. Ja, natürlich auch ums Geld verdienen. In meinem letzten Angestelltenverhältnis (freie Wirtschaft) existierten weder geregelte Arbeitszeiten noch spielte der Arbeitsort eine große Rolle. Fast alles drehte sich um Leistungsvereinbarungen und Ergebnisse. Auch ich habe nachts im Büro gesessen. Zum einen sind dies einfach die Spielregeln in solchen Systemen; zum anderen wird niemand zur Karriere gezwungen. Heute bin ich für fast jede berufliche Erfahrung dankbar. Denn durch eine resiliente Haltung kann ich heute mit sehr gemischten Seminargruppen oder zwischenmenschlichen Konflikten gut umgehen. Klar, jeder Job ist in irgendeiner Form oder Phase anstrengend. Doch Anstrengung bedeutet ja nicht automatisch negativer Stress. 

Rückblickend muss ich zugeben, an einigen Stellen der Dozentenkarriere war ich ein Spätzünder. Mein erster Lehrauftrag nach Gründung war ein Lehrauftrag an einer Business School im Bereich Sportmanagement, Marketing und Events, den ich 6 Jahre lang pflegte. Zu lang pflegte. Einige Dinge, die heute im Spitzensport passieren, könnte ich als Dozent sowieso nicht mehr guten Gewissens vermitteln. Allerdings wusste ich schon damals: Lehren – das will ich, das kann ich (Leistungsbewertung lesen PDF 568 KB). Was den berühmten USP angeht, wäre die schnelle thematische Fokussierung schlauer gewesen. Dafür hätte ich einige sehr interessante Auftrag ablehnen müssen. Nein sagen – früher fiel mir das manchmal schwer. Doch seit 2016 sind meine drei Tätigkeitsschwerpunkte Gesundheitsmanagement, Projektmanagement sowie Existenzgründung für Berufe im Gesundheitswesen. Für diese drei Themen brenne ich einfach besonders – nicht erst seit 2016. Ins Gesundheits- und Projektmanagement bin ich in meiner Zeit als Geschäftsstellenleiter tief eingestiegen. Warum ich mich nicht schon früher auf diese Themen fokussiert habe, hat vor allem damit zu tun als Selbständiger nicht auf 10 Hochzeiten gleichzeitig tanzen zu können. Längere Zeit verfolgte ich die Idee, Keynote Speaker zu werden. Das hing auch mit meinem zweiten Studium in Bielefeld zusammen: Gesundheitswissenschaften. Doch ich sehe mich in der Dozenten- und Lehrerrolle noch besser aufgestellt. Ansonsten wundere ich mich hier und da höchstens, wie lange sich bestimmte Autorenaufträge hinziehen, wenn man Co-Autoren mit ins Boot holt. Das dürfte aber normal sein. Einige Schreibprojekte sind zeitlich nun mal schwer planbar.

Heute ist ein guter Dozent ein guter Moderator, Lernberater und Problemlöser

Themenwechsel. Heterogene Gruppen, große Leistungsunterschiede und schnell geht es um das Thema Prüfung. Im Schulwesen nichts ungewöhnliches. In der beruflichen Weiterbildung  gesellen sich jedoch der Dienstleistungsgedanke, differenzierte Teilnehmer-Erwartungen und Interdisziplinarität dazu. Um nur einige Merkmale zu nennen. Berufstätige Kunden, vielleicht sogar Selbstzahler, die einen vierstelligen Betrag in ihre Fortbildung investieren, dürfen anspruchsvoll sein. Ohne Zweifel. Gute berufliche Bildungsdienstleister stellen ihre Kunden darum ernsthaft in den Mittelpunkt und verbessern ihre QM-Systeme kontinuierlich.

Vor allem in der beruflichen Bildung ist das vielzitierte Expertenwissen, was der Dozentenrolle reflexartig zugeordnet wird, nach wie vor wichtig. Für Erwachsene mit Berufserfahrung kann guter Unterricht in der Weiterbildung nicht aus 100 Prozent Frontalunterricht oder monotoner Wissensvermittlung ohne Methoden- und Medien-Mix bestehen. Selbstverständlich braucht beruflicher Unterricht Lehrinhalte mit hoher Praxisrelevanz. Doch wenn Unterricht in der Weiterbildung heute modern, attraktiv und vor allem teilnehmerorientiert sein soll, plädiere ich dafür Psychologie und Sozialpädagogik noch stärker zu berücksichtigen. Picken wir uns dazu kurz den Begriff Gruppe heraus. Gruppen in der beruflichen Weiterbildung sind speziell. Die Teilnehmer kennen sich untereinander nicht, stammen oft aus unterschiedlichen Berufsfeldern. Meistens trifft man sich nur am Wochenende. Außerdem wird die Gruppe zügig wieder aufgelöst. Einige Teambuilding-Maßnahmen sind also nicht realisierbar.

Wie herausragend wichtig psychologische und sozialpädagogische Aspekte sein können, gerade im Dozentenjob, habe ich vor einigen Jahren auf erschreckende Weise erlebt. In einem Trainerlizenz-Lehrgang habe ich unwissend einen Attentäter fortgebildet, der denkbar knapp seine Prüfung bestanden hat. Denken Sie über den letzten Satz bitte kurz nach… Heute sitzt dieser junge Mensch im Gefängnis, weil er einige Tage nach dem Lehrgang auf einer Busfahrt andere Menschen sehr schwer verletzt hat. Und im Wahn töten wollte.

Auch eine Vorlesung sollte heute mehr sein als: Folien vorlesen. Kunden können selbst lesen. Andererseits kann sicher nicht gleich jedes Wochenend-Seminar zum Event werden. Interessante Kofferwörter wie Edutainment begegnen mir als Dozent in der Praxis heutzutage dann doch. Ich bin kein Showtalent, doch falls es passt, schlüpfe ich im Unterricht auch gern in die Animateurrolle. Wenn Lernen Spaß machen soll, ist es in bestimmten Seminargruppen nicht verkehrt, mit „Namen tanzen“ zu starten. Hat übrigens funktioniert. Laut Feedbackbogen.

„Ich hab jetzt doch ein besseres Gefühl, was die Prüfung betrifft. Und ihre Lern- und Karrieretipps haben mir gut gefallen!“

(Seminar-Feedbackrunde mit Studierenden)

Apropos Feedback: Natürlich kann nicht immer alles perfekt laufen, wenn viele Menschen unter Stress und Zeitdruck zusammenarbeiten. Das kenne ich gut aus meiner Zeit als Projektmanager. Weiterbildung ist kein Urlaub. Es zählt, was am Ende (aus Kundensicht) rauskommt; und was vor Ort aus welchen Gründen gut oder schlecht gelaufen ist. Was echte Kundenzufriedenheit ist, was es dafür wirklich braucht, habe ich in vielen Jahren als Personal Trainer gelernt und verinnerlicht. Bitte nicht vergessen: Hinter Bildungsbusiness steckt (mindestens) ein Dreicksverhältnis: Veranstalter, Kunde, Dozent. Im Dozenteneinsatz ist man an der Front darum stets Diener zweier Herren. Für mich als Dozent und Auftragnehmer bedeutet das: Mein Kunde ist der Veranstalter, der Auftraggeber! Selbstverständlich soll mein Unterricht den Wünschen des Auftraggebers entsprechen. Wenn ich an dieser Stelle gedanklich einige Jahre zurückgehe, kann ich behaupten, bisher sind alle Kunden mit meiner Auftrags- und Arbeitsleistung 100 Prozent zufrieden gewesen. Falls Sie es zufällig genauer wissen möchten, werfen Sie einen Blick in dieses Arbeitszeugnis (PDF-Datei 173 KB).

Lernen, Stress und Erwartungen

#Prüfungsstress #LernenLernen: Dozenten in der Weiterbildungsbranche sollten eine Leidenschaft für das Thema Lernen entwickeln. Lernen sollte in vielen Bereichen nicht Auswendiglernen von Wissen sein, sondern Kompetenzerwerb. Spezielle Lernschwierigkeiten scheinen zu wachsen. Ich verstehe mich als Dozent auch als Lernberater. Das beginnt mit der Frage, wie es läuft. Immer mehr Teilnehmer kritisieren – viel zu viel Lernstoff, zu wenig Lernzeit. Dieses Problem hat sich in letzten Jahren definitiv verschärft. Leider habe ich außerdem noch keine so richtig zufriedenstellende Antwort auf die Frage gefunden, warum in freiwilligen Weiterbildungsmaßnahmen Prüfungsängste nicht nur stetig zunehmen, sondern mittlerweile derart stark ausgeprägt sind. Haben Sie eine gute Antwort für mich?

#Lernen #Zettelwirtschaft: Angeblich zoomt fast die ganze Welt. Der Rest nutzt im Unterricht MS Teams. Stimmt nicht. Was Präsenzunterricht und digitale Helferlein in der Weiterbildung angeht, stelle ich fest: Analog first. Der Einsatz von Laptops & Tablets in Seminaren ist noch immer die Ausnahme. Trotz PDF, Drop Box, Trello, Evernote und weiteren guten Lösungen am Markt. Seit gefühlten 15 Jahren beobachte ich: Viele Teilnehmer schreien förmlich nach Papier und gedruckten Unterlagen. Ähm, gab es vor Corona da nicht dieses Klimaschutzding? Auf Papierliebe trifft man als Dozent in Präsenzphasen von Fernschulen übrigens ebenso.

#Lehrniveau #Erwartungsmanagement: Mir scheint, angesichts von Lernschwierigkeiten wird eine Sache langsam für die berufliche Weiterbildung zum Problem: Viele Kunden buchen ihre Wunschfortbildung heutzutage sehr kurzfristig. Gerne ganz fix im Netz. Ausführliche Beratung? Abbruchprophylaxe? Beides schwierig. Motiviert und erwartungsvoll startet dieser Kundentyp dann in den Seminaralltag. Ernüchterung setzt ein, wenn der Dozent kurz auf DQR-Niveau oder EQF-Level eingeht. Und das gebuchte DQR-Niveau 6 erläutert. Ich denke, Sie wissen, worauf ich hinaus will.

#GehirnfreundlicheLehre: Warum grenzt sich die privatwirtschaftliche berufliche Bildung eigentlich nicht noch stärker von Schule oder Uni ab? Man denke hier an: Seminare von 08:00 bis 17:00 Uhr, starre Pausen, überwiegend Sitzen, Lernen ausschließlich Indoor – in Klassenräumen. Scheint ein kulturelles Phänomen zu sein. Powernapping ist in Deutschland auch noch immer nicht richtig angekommen.

#Glück: Lehren und Schreiben. Das sind zwei wunderbare Wege, sich und andere kennen zu lernen. Und die verrückte Welt besser zu verstehen.

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